Presseklatsch
21.01.2008





Rheinische Post, 21.01.2008

A-capella-Gruppe SixPänz begeistert ihr Publikum

VON MATTHIAS KNAUER

VOERDE Gut zwei Monate hatten die Voerder auf sie warten müssen. Nachdem im November das Konzert der A-capella-Gruppe SixPänz wegen Krankheit hatte ausfallen müssen, war es jetzt endlich soweit. Im vollbesetzten Gemeindesaal am Rönskenhof präsentierten sie ihr aktuelles Programm "Sechs and the City". Wer hier an die beliebte Fernsehserie "Sex and the City" denkt, der liegt goldrichtig. Lieder rund ums Kennenlernen, Lieben und Vergessen hatten die drei Frauen und drei Männer zusammengestellt.

Mit Spielszenen
Vor zwei großformatigen Bildern einer City, in der einen Ecke ein weißes Sofa, in der anderen ein kleiner Bistrotisch mit Stühlen, nutzten sie die Kulisse auch für kleine Spielszenen. Vornehmlich ging es aber natürlich um die Musik. Schon im ersten Song machten die sechs Musiker klar, sie sind "unterwegs im Namen des A-Capella". Dass sie nach dem zweistündigen Auftritt in Voerde neue Anhänger gefunden haben dürften, steht fest. Vor allem die Mischung aus alten deutschsprachigen und modernen englischsprachigen Titeln sorgte für viel Abwechslung.
Einer der ersten Höhepunkte des Abends war sicher "When you say nothing at all", als Thomas Glatzel mit seiner Tenorstimme eine gefühlvolle Variante des Titels von Ronan Keating präsentierte. Aber auch Stephanie Baudler konnte geradezu herzzerreißend "It's my party" singen, als ihre beste Freundin ihr den neuen Schwarm ausspannt. Erfrischend waren auch die komödiantischen Ausflüge, wenn die Akteure berichteten "Warum Harald kein Bier mehr trinkt" - ein verunglücktes Maibaumaufstellen ist daran schuld - oder wenn die "Animateusen im Club Mediterrine" den Clubtanz einstudieren wollen. Wo das Publikum natürlich eifrig mittanzen sollte.
Doch auch die zweite Hälfte war reich an bemerkenswerten Stücken, wie das von Susanne Kartsne gesungenen "will survive" oder das von den Männern einstudierte "Gigolo". Stark waren die Sechs vor allem in den ruhigen Stücken, wo man die Liebe fast knistern hören konnte, wie bei "We've only just begun" oder aber in ihrer Version von Rosenstolz' "Liebe ist alles".

Viel Applaus
Wenn aus "Lady Marmalade" einfach "Bring mir Marmelad'" wird, spüren die Zuschauer, dass die sechs Männder und Frauen mit sehr viel Liebe bei ihrer Musik sind, dass jeder seinen Teil zum gelingen beiträgt, sei es Jochen Dekker, der als Beatbox nicht selten das rhythmische Schlagzeug imitierte, oder Kirstin Krässel und Holger Jordan, die mit ihren Solostücken begeisterten. Mit viel Applaus ging ein toller Abend zu Ende.