Presseklatsch
20.04.2006





General-Anzeiger, 20.04.2006

Von Landvermessern und singenden Six Pänz

Sankt Augustiner Mai startet mit Kabarett, Musik und viel Theater in seine zwölfte Saison - Stadt will im Wonnemonat dem eigenen künstlerischen Nachwuchs ein Forum bieten

Von Antonius Nolden

Sankt Augustin Seit elf Jahren hat die Stadt Sankt Augustin den Wonnemonat für ein hochkarätiges Kulturprogramm gebucht. Jedes Jahr geben sich sowohl lokale als auch nationale Künstler vor allem im Haus Menden die Klinke in die Hand. Den Anfang machen am Montag, 1. Mai, "Die Bühnengeister". Die Augustiner Senioren-Theatertruppe gibt es seit 1993, und sie hat seitdem etliche Programme auf die Bühne gebracht. "Die Bühnengeister haben angefangen mit klassischen Theaterproduktionen", erinnert sich Bert Stroß, Leiter des Augustiner Kulturamtes. "Mittlerweile haben die Damen und Herren ihre eigene Lebensbiographie in die Programme integriert." Hinzu kommen Musik und Tanz, einige Mitglieder begeistern mit akrobatischen Step-Einlagen. Das Programm der Bühnengeister im Haus Menden heißt "Menschliches, allzu Menschliches" und lädt zu einem ironisch-nachdenklichen Abend ein.

Einen musikalisch-literarischen Streifzug bietet am Sonntag, 7. Mai, der Kölner Kammerchor Musica Mundi im Haus Menden zusammen mit dem Moderator Markus Mostert und dem Rezitator Michael Speer. Das Programm "Von der blauen Stunde zur Morgenröte" präsentiert ganz nüchtern Musik und Texte über die Nacht.

Trinkfest geht es dagegen am Donnerstag, 11. Mai, ebenfalls im Haus Menden zu. "Die Landvermessung im Spiegel deutscher Brauereien" heißt der feucht-fröhliche Vortrag von Hans Fröhlich, Professor an der Fachhochschule Bochum. Er hat Hochbauten in ganz Deutschland aufgezeichnet, die in früheren Zeiten Vermessungsingenieuren als markante Punkte gedient haben - zum Beispiel der Kölner Dom oder die Abtei auf dem Michaelsberg in Siegburg. Gleichzeitig findet der Landvermesser diese Hochbauten auf Bierdeckeln einschlägiger Brauereien wieder.

"Ein richtiges Eigengewächs aus Sankt Augustin ist die A-cappella-Gruppe SixPänz", sagt Bert Stroß und verweist auf das mittlerweile sechste Programm des Ensembles am Samstag/Sonntag, 13./14. Mai, im Haus Menden. Drei Damen und drei Herren, ehemals in der Pfarrjugend in Augustin-Ort aktiv, bieten eine Mischung aus Kabarett und Gesang - alles geistreich und sehr spaßig miteinander verquickt. Der Erfolg der SixPänz wäre vielleicht ohne die Unterstützung der Stadt Sankt Augustin nicht zustande gekommen. "Wir bemühen uns immer, unseren eigenen Künstlern eine Chance zu geben", sagte Stroß.

Daher gibt es am Samstag/Sonntag, 27./28. Mai, auch wieder Anniken mit "De Nada, ne?". Die Jung-Kabarettistin Annika Morgenschweiß ist Meindorferin und kam im vergangenen Herbst einfach auf die Stadt zu. "Sie wollte sich auf der Bühne mal ausprobieren", erinnert sich Stroß. "Der Erfolg war so überwältigend, dass wir sie wieder verpflichtet haben."