Presseklatsch
16.05.2001





Rhein-Sieg-Anzeiger, 16.05.2001

Handy aus, wenn die SixPänz singen

Vielseitiges Sextett begeisterte mit seinen Stimmen und gelungener Show

Sankt Augustin Kinder sind sie zwar nicht mehr, die "SixPänz". aber noch jung. Und sie singen auch nicht wie ein Kinderchor, sondern eher wie Profis. Und ihr Konzert ist nicht einfach nur ein Konzert, sondern eine Show. Die sechs jungen Sängerinnen und Sänger, die sich unter dem Motto "A-capella-Gesang in allen Lebenslagen" zusammengefunden haben, begeisterten ihr Publikum mit der großen Bandbreite ihres Repertoires. Schon mit dem "The Muppet Show Theme" - aber passend zu ihrer "SixPänz Show" - stellte sich das Sextett dem vollbesetzten Saal in Haus Menden vor und gewann schon damit dessen Sympathie.

Auch der "Handy-Song" mit dem gut gemeinten Rat: "Komm, schalt' dein Handy aus, sonst fliegst du raus" war ein schöner Einstieg in einen abwechslungsreichen Abend in der Veranstaltungsreihe "Sankt Augustiner Mai". Bei Kerzen- schein und Wein konnte sich das Publikum zwanglos der Musik der sechs Musiker hingeben.

Sie präsentierten nicht nur altbekannte Lieder wie "Now is the month of Maying" oder den "Hochzeitsmarsch" von Felix Mendelssohn-Bartholdy (wunderbar die Instrumente imitierend), sondern auch Lieder wie "And so it goes" von Billy Joel, "Birdland" oder "The Shoop Shoop Song" waren zu hören. Und zu jedem Song gab es eine kleine humoristische Einführung durch einen der Künstler.

"Daylight" imitierten Susanne Karsten (Sopran), Stephanie Baudler (Sopran) und Kirstin Krässel (Alt) mit Unterstützung von Thomas Glatzel (Tenor), Jochen Dekker (Bass) und Holger Jordan (Bass) einfach genial. Die "nonverbale Liebe" im Lied von Ronan Keating, einfühlsam gesungen von Thomas Glatzel, riss nicht nur das weibliche Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin. "Dancing Queen" und "Dream" versetzten die Zuhörer in die Glimmerwelt de Traumes. Lieder wie "Herr Rossi sucht das Glück" und "Heirat" zeigten die "SixPänz" von ihrer humoristischen Seite und ihrem Talent für das Schauspielern. Bei Mozarts "Kleiner Nachtmusik" liefen die Sängerinnen und Sänger zu Hochform auf. Nicht nur der Text, der den wahren Grund für Konzertbesuche - sehen und gesehen werden - offenbarte, sondern auch die Umsetzung der Instrumente in menschliche Stimmen war beeindruckend. Angesichts des heftigen Applauses gaben die Sechs noch einige Zugaben und verabschiedeten sich mit dem Song "Wer hat an der Uhr gedreht" sowie der augenzwinkemden Drohung "Wir kommen wieder - keine Gnade".